Traumatische Erlebnisse hinterlassen tiefgreifende Spuren – sei es durch Gewalt, Verlust oder andere belastende Erfahrungen. Es kann zu Symptomen wie Flashbacks, Ängsten oder Schlafstörungen führen. Doch nicht jeder Mensch reagiert gleich auf ein Trauma. Wie wir mit einem Trauma umgehen hängt oft davon ab, wie unser Umfeld darauf reagiert und wie wir uns selbst darin einordnen.
Der systemische Ansatz
In der systemischen Therapie betrachten wir nicht nur das Trauma des Einzelnen, sondern auch die Dynamiken im sozialen System – sei es die Familie, Freunde oder das Arbeitsumfeld. Traumatische Erlebnisse entstehen häufig im Zusammenspiel zwischen Individuum und Umfeld. So ziehen sich Betroffene beispielsweise manchmal zurück oder haben Schwierigkeiten, ihre Bedürfnisse auszudrücken. Wir arbeiten daran, diese Muster zu erkennen und gesunde Kommunikations- und Interaktionsstrategien zu entwickeln.
Ressourcen und Resilienz
Ein zentraler Ansatz in der Therapie ist die Aktivierung von Ressourcen: innere Kräfte und Stärken, die uns helfen, Traumata zu bewältigen. Zudem fördern wir die Resilienz, also die Fähigkeit, mit schwierigen Lebensereignissen besser umzugehen.
Fazit
Systemische Psychotherapie bietet einen umfassenden Ansatz zur Verarbeitung eines Traumas, der sowohl das Individuum als auch das soziale Umfeld einbezieht. Durch die Arbeit an Beziehungen, Kommunikation und Resilienz können traumatische Erlebnisse nachhaltig verarbeitet werden.
Dr. Dominique Schwarz, Heidelberg